Dem armen Hasi sein Weblog @myblog.de
Startseite Archiv Abonnieren





Zusatzseiten



Food-Blogs

About.com Indian Food
About.com Middle Eastern Food
About.com Moroccan Food
Almost Turkish Recipies
Indian Food Rocks
Kahakai Kitchen
Manjula's Kitchen
MariasMenu
Show Me The Curry
Taste Of Beirut
Use real butter

Berufliche Blogs

AHCT-Blog
Altenheimblogger_alt
Altenheimblogger_neu
Bestatterweblog
Shopblogger
Der tägliche Wahnsinn an der Hotline
Die Reinkarnation der Renitenz
Hotelblogger
kids and me
Kundenlust und -Frust im Elektronikladen
Neonatalie's Blog
Taxi-Blog
Aus dem Alltag eines Polizisten

Private Blogs

achnaja
Aktuelles auf Klopfers Web
Bandinis Tage
Behindertenparkplatz
Das Kopfschüttel-Blog
Das Nuf Advanced
Draußen nur Kännchen_alt
Draußen nur Kännchen_neu
fragmente
Jules Blog
Kabise Gise - Blog
Liebe - Schnaps - Tod
Moritz Abenteuer
murkeleien
Patrick Emmler
Tante Jay's Cafe

Literatur, News etc.

Belauscht.de
BILDblog
LibriVox
Studio Glumm
500 Beine




tür zu licht aus strom weg

so das war's ich bin dann endgültig weg. Das Blog hier bleibt (so myblog es will) am Leben, aber das arme Trachtensoggen-Hasi treibt ab sofort an andrem Ort seinen Schabernack:

 

http://trachtensogge.wordpress.com

15.9.10 23:01


aus die maus, endgültig (hier wird dichtgemacht)

...mein vorletzter Beitrag hier im Blog. Ich habe beschlossen, das Bloggen hier bei myblog einzustellen. Dieses Nichtstun gegen den andauernden Kommentar-Spam ist nun der letzte Sargnagel für meine Motivation, hier weiterzumachen.

 

Gut,  meine literarischer Ergüsse hier haben sich in letzter Zeit sehr in Grenzen gehalten, ich geb's ja zu. Aber eine Promotion, die sich dem Ende zuneigt und gewisse private Probleme mit meinen Eltern, zu denen ich seit letztem Jahr den Kontakt komplett abgebrochen habe, nehmen einfach gerade zuviel Platz in meinem Leben ein, als dass ich noch hier die Muße hätte, lustiges übers Stricken oder übers Kochen zu bloggen. Über meine Eltern wollte ich hier nicht schreiben, weil es einfach etwas sehr privates ist und zu viele, die mich privat kennen, von diesem Blog wissen. Aber an geeigneter Stelle wird das noch aufgearbeitet und gebloggt werden - das Porzellan, das meine Eltern letztes Jahr zerschlagen haben, ist eigentlich viel zu viel und viel zu wertvoll, um es sich nicht irgendwann einmal von der Seele zu schreiben mit der Option, von neutralen Lesern einmal dazu Kommentare zu bekommen.

 

So einige Bilder warten noch auf eine Verwertung (sowohl Fotos vom Stricken als vom Indisch kochen) - aber das wird dann auf dem neuen Blog passieren.

Momentan bin ich mir noch nicht so ganz sicher ob Blogspot oder Wordpress meine neue Heimat werden. Vielleicht auch beides, mal gucken. Blogspot hätte den Vorteil, auch per e-mail bloggen zu können. Klingt vielversprechend. Da ich sowieso inzwischen viel mit meinem schnuckligen SE Aino im Internet bin, wär das echt ne Möglichkeit, die verlockend klingt. Naaja, wie der Kaiser so sagt "schaunmermal".

 ...ich mach dann schon mal die Tür zu - Kommentar-Funktion bleibt noch ca. 1 Woche oder so aktiv, danach ist damit Schluss. Lass mir doch hier nicht alles zuspammen, verdammich :-/

Auf alle Fälle DANKE für die vielen Mitleser und die netten Kommentare. Wo ich einschlage, werdet ihr hier noch erfahren, versprochen. 

14.9.10 11:26


versprechen

ganz großes versprechen: demnächst mal wieder hier ein update zum thema stricken. Was sich grad auf den Nadeln so tut und was nicht tutet :-)

neues feines fotohandy ist schon gekauft, die socken sind auch schon ein wenig gewachsen seit den letzten fotos. spricht alles dafür, endlich mal wieder hier ein wenig leben in die bude zu bringen

17.3.10 10:30


still alive

still alive

 

 

still knitting

 

still having cats...

 

 

 

 


 

and still fucking busy (PhD-Thesis, u know?)

17.3.10 10:25


Danke, Achim!

 

 

Liebe Frau Stocker, liebe Sabine, lieber Christian, werte Trauerfamilie, liebe fernen und nahe Freunde von Achim Stocker,


eine weiß Gott ungewöhnliche Stunde, ein schwerer Tag für Sie, für uns alle, für Freiburg. Und ein ungewohntes Bild.

Mitten auf dem Platz, auf dem sonst gespielt wird, gefiebert wird, spielerische Höhen und Tiefen erlebt und durchlebt werden: der Sarg von Achim Stocker, ihr Ehemann, ihr Vater, Euer Opa, Steven und Chrisi.

Jäh ist das alltägliche Tun unterbrochen. Seit dem vergangenen Sonntag müssen viele fertig werden mit der Nachricht: Achim Stocker ist tot.

Heute sind wir hier im Stadion zusammen – um Abschied zu nehmen. Viele können es nicht fassen, dass alles zu Ende sein soll: das Gespräch, das schweigende Verstehen, das gemeinsame Tun. Einer, der immer da war, ist nicht mehr. Seine Augen, sein Blick, seine Hand, seine klaren Worte: sie fehlen. Sein Mund schweigt.

Viele sagen: Das kann doch nicht sein. Das darf nicht sein. Wir wehren uns, lehnen uns auf. Fast ungläubig geht unser Blick auf den Sarg: Wir werden stumm: Doch. Es ist so. Es gilt, adieu zu sagen. Ein letztes Mal.

Adieu und Danke! Darum sind wir hier zusammen. Mit vielen Menschen. Den unglaublich vielen, die Achim Stocker wertschätzen – weit über den Tod hinaus!

Wir müssen irgendwo hin mit unserer Trauer. Mit unseren Fragen. Wir müssen den Alltag unterbrechen. Und wir wollen unsere Wertschätzung zeigen. Unsere Dankbarkeit: Sie wird vielen erst jetzt so richtig bewusst. Wir spüren – jetzt erst recht – mit dem Tod – wen wir da verlieren. Wen wir hergeben mussten. Sie, in der Familie zuallererst. Es fehlt der Ehemann. Der Vater. Der Freund. Der immer da war. Sie, seine unmittelbaren Freunde. Sie, der Verein.
Die ganze große Fangemeinde, einflussreiche und einfache Menschen, die ganze große Familie um den Freiburger SC. Seit 37 Jahren mit Achim Stocker. Ihre Mitte fehlt.

Gut, dass wir uns hier eingefunden haben. Gut, dass dies so sein kann heute und jetzt. So schwer das ist für viele. So richtig ist es.

Ja – es gilt, auch hier auf dem Platz, im Stadion, dem ins Auge zu sehen. Dem Tod. Der Fäden abreißt. Uns jäh unterbricht. Der Tod: Der gehört unerbittlich zu unserem Leben. Zu Deinem und zu meinem Leben.

Und die es können, versuchen zu beten: Hilf uns, Gott, der Wahrheit standhalten. Hilf uns trauern. Und mit der Trauer zu leben. Schritt um Schritt weiterzugehen.

Hilf uns, auch wenn es uns schwer ums Herz ist, hilf uns, dankbar werden für alles, für alles, was gewesen ist. Hilf uns erkennen, was bleibt. Mach in uns die Hoffnung wach auf ein Wiedersehen, auf eine Zukunft bei Dir, Gott.

Mit einem Gebet, das Menschen schon Jahrtausende vor uns zum Himmel gerufen haben, wollen wir beten:
Ich komme zu Dir, Gott und ich sage: Du bist meine Zuflucht. Mein Gott, ohnmächtig wie ich bin: Ich vertraue dir. Gott selber sagt: Du kannst dich darauf verlassen: Ich lasse dich nicht fallen. Ich breite meine Flügel über dich. Bei mir bist du geborgen. Du musst keine Angst mehr haben – auch nicht vor dem schrecklichen Tod. Es wird dir nichts Böses geschehen. Denn ich, Dein Gott, ich habe meinen Engeln befohlen, dich zu beschützen – auch im Abgrund des Todes. Sie werden dich auf Händen tragen und dich geleiten in den Tag,
an dem die Sonne nicht mehr untergeht. (nach Psalm 139)

Ein wunderbares Wort, das Halt geben kann und Trost, wenn es uns innerlich friert, uns kalt über den Rücken geht. Das ist unser Glaube – im Angesicht des Todes. Ein Glaube, der Achim Stocker in die Hand seines Schöpfers zurückgibt. Ein Glaube, der weiß: Nein,
was du gewirkt hast, was Du geschaffen hast, Was Du gegeben hast, Was Du bist:
Das fällt nicht ins Leere. Ins taube, unheimliche Vergessen. Das ist gehoben, aufgehoben in Gottes guter Hand. Für immer.

Und darum können wir – viele unter Tränen – auch dankbar sein. Unseren Dank einmal so zeigen. Und sagen: Was Achim Stocker vorgelebt hat, gesät hat, in Jahren und Jahrzehnten,
unermüdlich, das ist ein Erbe. Kostbares Erbe, das verpflichtet. Ihm dankbar sein, heißt:
Habe den Mut, der zu sein, der Du bist. Bleibe dir selber treu. Steh zu dir. Ungeschminkt.
Gerade. Unverbogen. Einfach. Undiplomatisch. Direkt. Und fair! Auch gegenüber dem Gegner. Den Mut, verlieren zu können. Den Mut, siegen zu können mit Respekt vor dem Verlierer.

Habe den Mut, ein Mensch zu sein: Steh zu deinem Wort. Zu dir selber! So, dass man sich auf dich verlassen kann. Und sei dir nicht zu schade für die ganz einfachen Dinge. Die unspektakulären. Mach dir auch mal die Finger schmutzig. Und setz dich zwischen alle Stühle.

Echte Passion, echter Sportsgeist langt auch mal hin. Auch das ist Achim Stocker und sein Erbe, das in Pflicht nimmt. Der früher den Platz gemäht hat. Plakate selber aufhing. Mit der Schuhschachtel die Beiträge einsammelte. Eben hinstand und die Brote schmierte. Spieler, die keine Bleibe hatten, zuhause in der Familie wohnen ließ. Und nicht wenige bei Euch, in Stockers, zuhause waren.

Wie könnte es schöner zum Ausdruck kommen, was Achim Stocker gesät hat als in dem Kondolenzwort eines 15 – Jährigen: "Ich bin zwar nur 15 Jahre alt, und kann nicht so viel sagen, aber dass der Achim Stocker Großartiges geleistet hat, und den besten Verein geformt hat ist schon gigantisch. Kann leider nicht zur Trauerfeier wegen Schule, aber ich bin traurig. Einfach danke."

Wenn das ein 15-Jähriger von Dir am Ende Deines Lebens sagen kann und hinschreibt:
Was mehr?! Jemand anders schreibt: "Ein Präsident muss ja nicht ausschauen wie ein Präsident, oder wie schaut ein Präsident eigentlich aus? Was ich damit meine, Achim Stocker war einfach nur ein Mensch"

Ich habe hier ein T-Shirt in meiner Hand, das alle kennen. Nur zu gut kennen. "Wir sind dann mal oben. Aufstieg 2009" 2009 wird das Jahr des Aufstiegs bleiben. In die erste Liga. Und es wird für immer mit dem Abschied von Achim Stocker verbunden bleiben.

Wer von uns hätte es je geahnt, dass dieses Wort in einen noch ganz anderen Sinn ihm gilt? Als unser Wunsch, unsere Bitte für ihn, der beim Schlusspfiff am vergangenen Sonntag gegangen ist: Unsere Bitte, unser Gebet: Dass er, dem wir so viel verdanken, jetzt "oben" ist.
Für immer. Bei Dir, lebendiger Gott. Dies zu glauben sind wir in dieser Abschiedsstunde eingeladen: "Herr, Gott, lass ihn oben sein bei Dir." Ausruhen, aufatmen, leben. "Wir sind dann mal oben. Aufstieg 2009." Danke und Adieu.

Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Von guten Mächten treu und still umgeben behütet und getröstet wunderbar, - so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr; noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last, Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das Du uns geschaffen hast. Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll´n wir des Vergangenen gedenken, und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen! Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all Deiner Kinder hohen Lobgesang. (Dietrich Bonhoeffer)

(Dompfarrer Claudius Stoffel)

 


Herr Ministerpräsident, meine Damen und Herren, vor allem: verehrte Familie Stocker, liebe Hanne, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Freiburg nehmen heute Abschied von Achim Stocker. Er war seit rund einem halben Jahrhundert in Freiburg zu Hause. Er hat hier, ganz in der Nähe mit seiner Familie gelebt, und Freiburg und der SC waren sein Lebensmittelpunkt und seine Lebensaufgabe. Im Namen der Stadt und der Freiburger Bürgerschaft verneige ich mich vor einer großartigen Persönlichkeit, und ich nehme Abschied von einem Mann, der mir über viele Jahre ein enger und persönlicher Freund geworden war.

Liebe Hanne, liebe Sabine, lieber Christian, an erster Stelle gilt dieses Mitgefühl Euch. Ihr trauert um den Ehemann und den Vater. Für Stevie und Chrissie war er der Opa. Ich habe oft gespürt, wie wichtig Achim der Halt in der Familie war. Sie war ihm ein Ankerpunkt in einem Leben, in dem es nicht viel Ruhe, Muße und Freizeit geben konnte, so wie Achim Stocker das Amt des Präsidenten im Sportclub verstanden und ausgefüllt hat. Deshalb war ihm der Rückzug in die Familie, die gemeinsamen Reisen oder einfach nur der Spaziergang an der Dreisam so wichtig, um wieder Kraft tanken zu können.

Das Mitgefühl gilt auch dem Verein, dem Vorstand, der Mannschaft, dem Trainerstab und den Mitarbeitern, und allen Mitgliedern und Freunden der großen SC-Familie. Der Sportclub trauert nicht nur um den Präsidenten, der 37 unvorstellbar lange Jahre, exakt sein halbes Leben, an der Spitze des Vereins stand. Der Sportclub und alle Freunde des Vereins trauern um eine Integrationsfigur im besten Sinne des Wortes, denn das ist Achim Stocker gewesen. Er verkörperte, ja er war mit Leib und Seele der SC, und der SC war Achim Stocker. Ich bin sicher, dass es sehr in seinem Sinne ist, wenn wir ihn auf seinem letzten Weg von hier, aus "seinem" Stadion begleiten. Mir fällt die Vorstellung schwer, dass es ihn hier in der Geschäftsstelle oder auf dem Trainingsplatz nicht mehr geben wird.

Meine Damen und Herren, wir trauern um einen Mann, ohne den es den Sportclub von heute und die Erfolgsstory in der Bundesliga nicht gegeben hätte. Er hat das Amt des Präsidenten in einer Zeit übernommen, als der Verein sportlich und strukturell ein völlig anderer war als heute. Er hat dieses Amt nicht als ein Repräsentationsamt verstanden, sondern als Arbeit und Verantwortung für den Verein und für die Mitglieder. Und er hat dies getan, weil er ein Fußballverrückter war, der aber zu aller Begeisterung auch noch enorm fach- und sachkundig war. Achim Stocker war in den Anfangszeiten quasi Manager, Sportdirektor und Geschäftsführer in einer Person, und fachlich besser als mancher Trainer.

Diese Jahre waren alles andere als leicht. Ganz im Gegenteil. Ich weiß von ihm, wie viele Häme und Demütigungen er in diesen Jahren erfahren musste. "Ich war damals der Bettelkönig von Südbaden" hat er mal gesagt. Das hat ihm weh getan, auch wenn er es sich nicht anmerken ließ. Aber er hat eben nicht den Bettel hingeworfen, sondern er hat trotzdem sein Ziel weiter verfolgt. Dieses Ziel war gar nicht die 1. Liga – das hätte Achim Stocker vermutlich als Größenwahn abgetan. Sein Ziel war der sportliche Erfolg und die Konsolidierung des Vereins.

Seine Sache war immer die Sache des Vereins, die ihm wichtiger war als die eigene Ehre und Anerkennung. Deshalb ist sich Achim Stocker auch nie zu schade gewesen, Klinken putzen zu gehen oder dort mit anzupacken, wo Hilfe gebraucht wurde, und er hat in diesen schwierigen Jahren mehr als einmal in die eigene Tasche gegriffen oder für den Verein gebürgt.

Dieses Engagement, 37 lange Jahre an der Spitze des Vereins, hat den SC aus der Mittelmäßigkeit heraus gebracht, zuerst in die 2. und dann in die 1. Bundesliga, und zweimal in den UEFA-Cup. Achim Stocker ist in dieser Euphorie über den sportlichen Erfolg ein nüchterner Realist geblieben, viele sagen: ein Pessimist. Er wusste aus langer Erfahrung, dass oben an der Spitze die Luft dünn ist, und dass es im Fußball keine Dauerkarte auf Erfolg geben kann.

Dieser nüchterne Blick und die Erfahrung, seine Vorsicht im Umgang mit Geld und seine sprichwörtliche Sparsamkeit – all dies hat dem Verein gut getan - bis heute. Hier im Stadion wird sichtbar, was in der Ägide von Achim Stocker entstanden ist, auch wenn so ein Stadion nie fertig gebaut ist, und sich der Verein auch auf diesem Feld langfristig in der Konkurrenz behaupten muss. Ich darf in diesem Zusammenhang auch die Freiburger Fußballschule nennen, die ihm immer eine besondere Herzenssache war, und die ebenfalls eine bundesweit beachtete Erfolgsgeschichte ist.

Meine Damen und Herren, zu diesen Verdiensten gehört auch seine Großzügigkeit und Solidarität mit anderen, die Hilfe brauchten. Achim Stocker ist in kleinen Verhältnissen groß geworden, sein Vater war einfacher Polizeibeamter. Er wusste aus eigener Erfahrung, was Verzicht heißt. Achim Stocker hat sich nie vom Glanz der großen Namen verführen lassen, sondern er hat sich die eigene Bescheidenheit bewahrt, und er hat nie vergessen, wo er herkam. Es war mehr nur eine Marotte, dass er am liebsten einen großen Bogen um Repräsentation und Festlichkeiten machte, sondern das war seine feste Grundüberzeugung: Dass es an erster Stelle immer um das Wohl des Vereins gehen muss, nicht aber um den Präsidenten. Das hat ihm seine Glaubwürdigkeit und seine innere Unabhängigkeit bewahrt, und deshalb haben ihn auch so viele Menschen geschätzt, die mit Fußball gar nichts am Hut hatten.

Diese eigene Bescheidenheit war aber auch Großzügigkeit gegenüber anderen. Achim Stocker hat niemandem die Tür gewiesen, der um Hilfe angeklopft hat. Für ganze Generationen von jungen Spielern, denen es damals noch nicht so gut ging, war er so etwas wie ein fürsorglicher Vater. Er hat sich darum gekümmert, dass sie in Freiburg heimisch wurden, er hat sich auch darum gekümmert, dass sie eine anständige Ausbildung für die Zeit nach dem Fußball bekamen, oder dass sie beruflich unterkommen konnten. Das haben sie ihm nicht vergessen.

So war es auch vor einigen Jahren gegenüber dem Freiburger FC. Meine Damen und Herren, es ist vor allem Achim Stocker gewesen, der beim Auszug des FFC aus dem Mösle für eine anständige und faire Lösung eingetreten und dies auch durchgesetzt hat. Das war mehr als nur Großzügigkeit, sondern war der Respekt vor der Tradition und der großen sportlichen Vergangenheit des Nachbarvereins. Sein Motto war "Man begegnet sich immer zweimal im Leben".

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich mit einigen persönlichen Bemerkungen schließen. Im politischen Leben sagt sich das Wort "Freund" leicht dahin. Die Freundschaft mit Achim Stocker war eine andere.

Wir haben uns vor vielen Jahren über den Fußball kennen gelernt. Ich verdanke ihm aber viele gute Ratschläge, auch abseits des Sports. Es waren dies Ratschläge, die ehrlich gemeint waren und aus einer großen Lebenserfahrung kamen. Er hat dies immer in der ihm eigenen und manchmal brutalen Direktheit, ohne Schnörkel und Umwege gesagt. "Ohne wenn und aber", so hat er das genannt. Bei ihm wusste man, woran man war, und wenn er etwas versprach, dann war das wie ein Vertrag.

Eine solche Verlässlichkeit und Gradlinigkeit ist selten geworden in unserer Gesellschaft, wo die Menschen zunächst auf den eigenen Vorteil schauen und sich lieber nicht festlegen. Achim Stocker war nicht so. Sein Wort galt. Das passte zu seiner Persönlichkeit, so hat er auch Verantwortung empfunden.

Meine Frau und ich verdanken ihm schließlich etwas ganz Besonderes. Wir haben uns durch Achim und Hanne Stocker kennen gelernt. Deshalb empfinden wir auch ein besonderes Gefühl von Dankbarkeit, und um so schwerer ist die Vorstellung, dass er nicht mehr unter uns ist. Er hatte in unserem Leben und in unseren Herzen seinen Platz, und dieser Platz ist nun leer.

Meine Damen und Herren, wir verneigen uns in Respekt und Dankbarkeit vor Achim Stocker als einem ganz außergewöhnlichem Menschen, der sich in vielfacher Weise um das sportliche Leben und um die ganze Stadt Freiburg verdient gemacht hat. Wir werden seinen wachen und kritischen Geist vermissen. Uns werden seine Spontaneität, sein Humor und auch sein manchmal rustikaler Charme und sein kauziger Eigensinn fehlen. Wir nehmen Abschied von einem großartigen Mann mit einem großen Herzen, und von einem echten Freund.

Heute begleiten wir Achim auf seinem letzten Weg zum Friedhof Bergäcker, nicht weit entfernt von seinem Haus, wo er mit seiner Familie gelebt hat, und von "seinem" Stadion, wo er für den Sportclub gelebt hat. Er hat es sich so gewünscht. Und ich bin sicher, dass er von dort aus den Jubel bei den Heimspielen hören wird, so wie das viele Jahre bei seinen Spaziergängen war.

(Oberbürgermeister Dieter Salomon)

 

 


 

 

6.11.09 17:30


genaue erklärungen zum neuesten Zwickelstrumpf (Trachtenstrumpf Nr. 5)

Sodele. Jetzt also noch wie versprochen eine kleine Fotoreihe (sozusagen eine Rundreise) zum 5. Trachtenstrumpf.

Wie der Titel schon sagt soll es ja ein Zwickelstrumpf werden. Ich bin zugegebenermaßen ein totaler Freund von diesem Design-Prinzip, wie man ja an meinem 2. Trachtenstrumpf schon sehen kann. In meinen Augen ist das ja echt die Mutter aller Trachtenstrümpfe.

Für die Nichteingeweihten: Zwickelstrumpf bedeutet, dass man seitlich jeweils ein Muster hat, aus dem sich ein Keil entwickelt, der nach unten hin breiter wird. Netto bleibt der Strumpf aber vom Umfang gleich, da das Zunehmen beim Zwickelkeil von einem gleichzeitigen Abnehmen der vorne liegenden Maschen begleitet wird.

Während ich beim letzten Strumpf den Keil links und rechts nur ca. 8 Maschen breit werden ließ, wird das bei dem jetzigen deutlich breiter. Das Muster frisst sich sozusagen bis zur Mitte der Maschen über dem Schienbein. Hört sich jetzt kompliziert an, aber wenn es soweit ist, dass ich es fotografisch zeigen kann, dann versteht man was ich meine.

 

Ich habe ja erst vor wenigen Tagen mit dem Strumpf begonnen. Normalerweise hab ich bis jetzt ja höchstens 2 Strümpfe bzw. Socken parallel gestrickt (eine normale glatt rechts-Socke ist eigentlich meistens auf den Nadeln, und dann halt wenn ich gerade dabei war einen Trachtenstrumpf) - aber aus gegebenem Anlass (Aufträge von extern und die Textiltage, von denen ich vielleicht schon einmal sprach) sind es derzeit sage und schreibe 3 Trachtenstrümpfe parallel. Hamma. Bei mir stapeln sich die Rundstricknadeln :-)

So. Jetzt aber wirklich die Fotos:

 

Trachtenstrumpf  Nr. 5 in weiß

Das in der Mitte ist das Muster, aus dem sich das Wadl entwickelt. Wird ab der 60. Runde breiter, nimmt gegen Ende wieder ab.

 

Trachtenstrumpf  Nr. 5 in weiß

Aus diesem Muster entwickelt sich der Zwickelkeil.

 

Trachtenstrumpf  Nr. 5 in weiß

Wieder ein Stückchen weiter von hinten nach vorne gewandert kommt hier ein weiteres Muster, das komplett im Zwickelkeil aufgeht.

 

Trachtenstrumpf  Nr. 5 in weiß

Diese 12 rechten Maschen und jeweils links und rechts 2 verschränkten Maschen liegen direkt mittig vorne über dem Schienbein. Bis auf die verschränkten Maschen gehen diese auch komplett in den Zwickelkeil über.

 

Was das Stricken bei diesem Strumpf (zumindest zu Beginn) so schnell macht sind die rechten Maschen, die zwischen den Musterbändern liegen. Strickt sich natürlich deutlich schneller. Da kann man es sogar verschmerzen 5 Runden zurückstricken zu müssen weil man gepfuscht hat (so geschehen am Samstag, grummel). Nach ca. einer Woche 75 Runden Bund und 28 Runden Muster - ich finde, das kann sich sehen lassen...

26.10.09 19:41


neues aus dem irak bzw. aus der schweiz

(kleines Fundstück aus den tiefen Weiten des Internets)

 

 

DRS atombombe by user7712823

 

Erinnert mich irgendwie an "Der bewegte Mann"

 

gefunden auf: http://www.medienspiegel.ch/archives/002491.html via BildBlog

26.10.09 14:04


Strümpfe zählen is a schwierigs Gschäft

So langsam muss ich aufpassen, dass ich nicht die Übersicht verliere mit meinen Trachtenstrümpfen. Also jetzt nicht auf die Art und Weise dass ich nicht mehr weiß was ich stricke oder dass ich nicht mehr weiß wo das G'lump grad unterwegs ist. Nein - eher in der Art dass ich alles richtig aufliste & den Kindern einen Namen gebe.

 

Darum hier mal eine kurze Übersicht:

 

Mein 0. Trachtenstrumpf. Das war der erste Versuch, mit Regia Sockenwolle gestrickt, auf 2er Nadelspiel. Ohne Musterprobe. Noch Fragen? Ich habe gelernt. Und ein abgebrochenes Werk in der Schatztruhe

Der 1. Trachtenstrumpf. In weiß gestrickt. Mustervorlage aus einer Zeitschrift. Das war dieses Exemplar:

 

Regia Trachtenstrumpf, erstes Exemplar

 

Danach kam der 2. Trachtenstrumpf. Aus grauer Ariane-Sockenwolle gestrickt (daher *Sputnik-Strumpf*) und mustertechnisch selbst aus "Bäuerliches Stricken" zusammengestellt:

 

Sputnik Trachtenstrumpf in Grau

 

Der dritte Trachtenstrumpf -  damit hatte ich am ersten September begonnen. Das graue Exemplar oben in Grau, jetzt in Weiß gestrickt. Kleine Veränderungen - die Ferse nicht in verstärktem Muster gestrickt, der Bund deutlich länger (soll ein Trachtenstrumpf im Overknee-Design werden). Inzwischen ist das erste Exemplar schon über die Ferse hinausgewachsen:

 

Trachtenstrumpf September 2009 begonnen

 

 Exemplar Nr. 4 ist eine Auftragsarbeit, Trachtenstrumpf Nr. 1 in Olivgrün gestrickt. Ist auch schon (mit nur minimalen Veränderungen,  Größe 38/39 statt 42/43) fleißig am wachsen, das Mitte Oktober geborene Baby:

 

Olivgrüner Strumpf von vorne

 

Und als wär das alles noch nicht genug, hab ich als ich für 1 Woche mit meinem Handgelenk außer Gefecht gesetzt war, die Langeweile dazu genutzt, einen weiteren Trachtenstrumpf zu designen, der dann die Nr. 5 wäre:

 

Trachtenstrumpf  Nr. 5 in weiß

 

Zum letzten Exemplar gibts nachher noch mal einen Extra-Beitrag, wo ich ein wenig genauer auf das Design eingehen werde!

 

(Alles in allem ist das doch schon ne ganze Menge, die ich bei den Textiltagen herzeigen kann, oder?!)

26.10.09 12:39


Üben für nächstes Wochenende

"Macht Ihnen Stricken Spass?"

 

"Nein. Meine Frau zwingt mich mit Schlägen dazu"

"Nein. Wenn ich meiner Frau keine Socken mehr stricke, kocht sie nichts mehr für mich"

"Nein. Aber die Stimmen in meinem Kopf werden leiser wenn ich stricke"

"Machen Ihnen doofe Fragen Spaß?"

"SPASS??? DAS IST EINE NOTWENDIGKEIT - WENN IN VIER MONATEN DIE SONNE AUFHÖRT ZU SCHEINEN WIRD ES VERDAMMT KALT HIER"

"Nö. Aber eigentlich ist es nur so dass ich die Nylon-Strumpfhosen auf dem Kopf bei meinen letzten Banküberfällen hässlich fand. Darum das nächste mal mit Socke auf der Rübe in der Sparkasse"

 

Keine Angst Leute. Ich bin lieb und werde natürlich nächstes Wochenende brav Rede und Antwort stehen. Aber ich frage mich ernsthaft ob es nicht bessere Wege gibt, ein Gespräch mit mir übers Stricken anzufangen...

 

26.10.09 10:35


Werbung in eigener Sache

...heute bin ich so frech und mache Werbung (auch noch in eigener Sache) für die Ortenauer Textiltage übernächstes Wochenende.

 

Und jetzt ratet mal, wieso auf dem Flyer aus "Ausstellerinnen" ein "AusstellerInnen" wurde *breitgrins*!

 

Für die Lesefaulen: 

A. F.
Alpenländische Trachtenstrümpfe
Bewahren von Traditionen beim Stricken von
Trachtenstrümpfen und bäuerlichem Stricken

na, klingt das spannend?

 

Wer sich also am 31.10. oder am 1.11.  gerade in der Ortenau, genauer gesagt in der Nähe von Sasbachwalden herumtreibt: Antraben ins Kurhaus "Zum Alde Gott" und das Arme Hasi enttarnen! Oder sich einfach am tollen Programm erfreuen :-)

 

Hasi goes public. Völlig ungewöhnlich für mich auf diese Weise. Klar, in den Öffentlichen Verkehrsmitteln stricke ich ja auch meistens. Aber gleich bei einer solchen Veranstaltung (die mit 4 Euro Eintritt pro Tag doch recht preiswert ist, oder) - das hat gleich eine andere Qualität für mich. 

Aber Ihr müsst doch zugeben - dieses Angebot, auf diesen Textiltagen etwas zu meinem Stricken auszustellen und zu erzählen, konnte ich mir wirklich nicht entgehen lassen, oder?!

 

Und da es Gottseidank bei Lidl auch gerade Rundstricknadeln in guter Qualität (mit Knubbelchen direkt nach der Nadel am Übergang zum Kunststoffstrang, Frauchen weiß inzwischen wonach sie gucken muss, wenn ihr sowas im Laden vor die Füße fällt) letzte Woche zu kaufen gab, ist es auch gerade überhaupt kein Problem für mich, sage und schreibe DREI (unterschiedliche) Trachtenstrümpfe gleichzeitig zu stricken: Sputnik in cremefarben, einen Strickauftrag in Olivgrün und dann als neuestes noch einen weiteren Zwickelstrumpf in weiß mit neuem Design (die anderen beiden sind sozusagen Neuauflagen der beiden bereits gestrickten Trachtenstrumpfis). Aktuell ist der cremefarbene Sputnikstrumpf gerade mit der Ferse fertig, Olivgrün ist nach 45 Runden Ferse und 15 Runden Muster auch schon sehens- und vorführenswert - und für den weißen Strumpf muss noch ca. 50 Runden Bund stricken, damit ich dort auch mit dem Muster beginnen kann. Wird also echt was zu zeigen geben übernächstes Wochenende. Aktuelles Gestrick, Fertiggestricktes, Tolle Bücher ("Bäuerliches Stricken" natürlich und *Großmutters Strickgeheimnisse*) und - na gut - zu allem Überfluss werd ich auch nicht ganz zu übersehen sein

20.10.09 17:41


 [eine Seite weiter]



free counters



Kategorien




Freunde


gut.besser.imboden
Gratis bloggen bei
myblog.de