Dem armen Hasi sein Weblog @myblog.de
Startseite Archiv Abonnieren





Zusatzseiten



Food-Blogs

About.com Indian Food
About.com Middle Eastern Food
About.com Moroccan Food
Almost Turkish Recipies
Indian Food Rocks
Kahakai Kitchen
Manjula's Kitchen
MariasMenu
Show Me The Curry
Taste Of Beirut
Use real butter

Berufliche Blogs

AHCT-Blog
Altenheimblogger_alt
Altenheimblogger_neu
Bestatterweblog
Shopblogger
Der tägliche Wahnsinn an der Hotline
Die Reinkarnation der Renitenz
Hotelblogger
kids and me
Kundenlust und -Frust im Elektronikladen
Neonatalie's Blog
Taxi-Blog
Aus dem Alltag eines Polizisten

Private Blogs

achnaja
Aktuelles auf Klopfers Web
Bandinis Tage
Behindertenparkplatz
Das Kopfschüttel-Blog
Das Nuf Advanced
Draußen nur Kännchen_alt
Draußen nur Kännchen_neu
fragmente
Jules Blog
Kabise Gise - Blog
Liebe - Schnaps - Tod
Moritz Abenteuer
murkeleien
Patrick Emmler
Tante Jay's Cafe

Literatur, News etc.

Belauscht.de
BILDblog
LibriVox
Studio Glumm
500 Beine




Mein erster Versuch

Ich habe Ernst gemacht. Meinen eigenen Blog eingerichtet!!


Derzeitige Stimmung: Frischling

25.4.06 16:45


Stimmung beim Stricken

...ein perfekter Einstieg zum Thema Stricken ist dieser Text, den ich vor nem Jahr oder noch etwas mehr einmal spontan verfasst hatte:

punk ist tot. wahrer punk isses wenn man als mann strickt! früher als punk musste man seltsame frisuren haben, sicherheitsnadeln in ohr, augenlid und augenbraue und 2 m gegen den wind ein wenig *seltsam* riechen. alles passé!!
really punky, really oma-shocking isses heutzutage, sich in die öffentlichen verkehrsmittel zu setzen, sein strickzeug rauszuholen und an heiß und innig geliebten selbst gestrickten socken zu werkeln.
...keine fiktion, jungs & mädels, pure realität: ich erleb's fast jeden morgen. kaum ist das strickzeug ausgepackt, holen mindestens 2 leute in unmittelbarer nähe ihre herztropfen raus. oder verreißen sich das maul über mich. so richtig schön laut. man soll's ja zu spüren bekommen ein außenseiter zu sein.
wenn ich genauer darüber nachdenk: sollt' ich vielleicht wie n punk leben, sprich: in der straßenbahn für's nächste wollknäuel betteln...

Derzeitige Stimmung: *melancholischwerd*

25.4.06 17:02


wieso eigentlich "armes hasi"?

es begab sich zu einer lange lange zurückwährenden Zeit, daß Armin - der seine heutige Frau noch nicht kannte - (wie es so Brillenträger hin und wieder tun müssen) zum Optiker mußte, um seine verbogene Brille mal wieder gerade biegen zu lassen. Also genau gesagt war das so vor 6, 7 Jahren...

Auf alle Fälle stehe ich bei Fielmann und laß mir dat Ding gerade rücken. Die nette zuvorkommende Optikerin war gerade mit diesem Vorgang fertig geworden und zu mir zurückgekehrt, setzte mir die Brille ins Gesicht und meinte anschließend zu mir: "Wissen Sie was? Ich hab noch nen Tip für Sie, wie die Brille nicht immer so schnell verbiegt! - Einfach beim Knutschen abnehmen..." Sprachs und ließ einen (noch nicht sprachlosen) Kunden zurück. Woraufhin ich zu ihr meinte "Ok danke für den Tip, aber ich bin zur Zeit Single..."
Antwort der Optikerin, die mir mitfühlend über die Schulter streichelte: "Ooooch, armes Hasi...". Danach war ich dann wirklich sprachlos :-))

derzeitige Stimmung: *brilleputz*

26.4.06 10:57


Restaurant am Ende des Universums??

guggsduhier:

http://www.reset.ch/index.html

Derzeitige Stimmung: Voll am Ende *gg*

26.4.06 15:38


Aus dem Stricktagebuch-Archiv, Teil 1

Montag 10. Oktober 2005

 

hmmm... heute sollte ich vielleicht einmal erklären wie ich eigentlich zum stricken kam.

im prinzip begann es damit, daß ich (nach dem ende meiner dipl.arbeit) mal wieder lust auf etwas neues hatte. ich war schon immer von selbstgestrickten socken begeistert (omas und tanten von eltern haben mich da schon ganz gut beeinflußt), konnte selbst aber nicht stricken. ich war der meinung, endlich mal etwas daran ändern zu müssen.

ich wußte, daß meine frau mal in der schule vor langer zeit stricken gelernt hatte (ich hatte mich nur mit häkeln herumplagen müssen zu grundschulzeiten/frühen realschulzeiten und es gehaßt wie die pest). also fragte ich sie, ob sie mir das mal beibringen könnte. sie konnte mir natürlich nicht nein sagen - ein entschluß, den sie später bitter bereuen sollte

na ja, es fing also an mit einer rundstricknadel und einem riesen knäul wolle. und dann begann meine frau, mir rechte maschen beizubringen. ging dann irgendwann mal auch (nach ca. 200 knoten in den fingern) recht gut.
immer nur rechte maschen zu stricken ist ja dann doch ein wenig stupide auf die dauer. also: *bring mir mehr bei, frau!* - was also zum anschlagen von maschen führte, das sie mir zeigte. was ich dann auch ganz begeistert machte (ganz klassischer kreuzanschlag). die linken maschen hatte ich mir daraufhin schon fast ganz alleine beigebracht (mit hilfe einiger bücher/ausdrucke aus dem internet).
und meine frau? fluchte immer mehr, weil ich überhaupt nicht mehr damit aufhörte

na ja, die grundkenntnisse hatte ich damit. und was damit anfangen? ein kurzer blick auf meine füße (es war im feb./märz 2004) und es war mir klar - ich mußte mir das sockenstricken beibringen. womit es um meine frau endgültig getan war: weil ich ein süchtig machendes hobby entwickelte - und erschreckend schnell besser stricken konnte als sie...

Mein derzeitiges Projekt? Graue Socken für meinen Vater. Mit tollem Trachtenmuster... Aber alles der Reihe nach...

Mit dem Sockenstricken hatte ich letzten Frühling begonnen. Lustig an der ganzen Sockenstrickerei finde ich ja, daß ich oft von anderen Leuten höre *Socken stricken - ist doch voll schwierig, oder!?*. Find ich aber ehrlich gesagt gar nicht so schwierig. Nachdem ich es zum ersten Mal gecheckt hatte, wie das mit 4 bzw. 5 Nadeln funktionieren soll, flutschte es eigentlich nur noch wie von selbst

(und ein unbestreitbarer Vorteil von Stricken in Runden: man muß sich nicht mit irgendwelchen Randmaschen herumplagen...)


und seit letztem Frühling hab ich dann auch schon so einiges gestrickt.

Die erste Socke war aus Regia-Wolle (find jetzt leider die genaue Bezeichnung der Wolle nicht mehr) - ganz klassische Sockenwolle (Schurwolle + 25% Polyamid) in grau-schwarzer Ringeloptik. Als Ferse hatte ich die gerade Ferse gestrickt. Wobei ich das Stricken des Fersenkäppchens und das anschließende Aufnehmen der Maschen aus den Randmaschen der Fersenwand schon ein wenig verzweiflungs-erzeugend fand. Na ja, aber mit der Zeit bekommt ja Übung dafür.
Bei der Spitze hab ich mich irgendwie noch nicht an die Bandspitze getraut, statt dessen hatte ich es mit 2x 3 Maschen zusammenstricken bzw. auf der anderen Seite 3 Maschen überzogen zusammenstricken probiert. Sieht auch ganz nett aus finde ich, macht keine lockeren Maschen wie ich es bei der Bandspitze oft sehe. Und dieses vorn zusammenlaufende Band von etwas dickeren Maschen stört eigentlich auch nicht wirklich... Ansonsten war die Socke jetzt nichts besonderes (einfach nur glatt rechts mit 2 re/2 li-Bündchen), aber es war meine ERSTE EIGENE SOCKE. Was mich dann doch mit einigem Stolz erfüllte

27.4.06 15:37


Aus dem Stricktagebuch-Archiv, Teil 2

Dienstag, 11.Oktober 2005

Der Kopf raucht, ich sitze schon seit Stunden über der Auswertung meines letzten Versuchs und denke mir nur *Oh Mann, was wollen mir die Daten eigentlich sagen?!*

Ja ja, das Biologendasein +ächz+

...ist also höchste Zeit für meinen nächsten Beitrag hier in meinem Stricktagebuch. Gibt ja noch so einiges aus vergangenen Tagen zu berichten, bevor ich zu aktuellen Geschehnissen schreiben werde. Nur ganz kurz zum Aktuellen: derzeitiges Projekt an dem ich gerade stricke sind graue Trachtensocken für meinen Vater. Mein derzeitiges berufliches Projekt an dem ich gerade mein hübsches Köpfchen rauchen lassen ist eine biolog. Dr.Arbeit, Thema *Experimentelle Epilepsieforschung*.

...jetzt aber wieder zurück zum Thema. Versprochen.

Mein 2. Paar Socken waren Socken mit Zopfmuster. Einem eigentlich relativ einfachen Zopfmuster (2x 4 rechte Maschen, die alle 8 Runden verkreuzt werden; dazwischen 4 linke Maschen. Das ganze relativ lang (Schaft über 96 Runden, plus 28 Rd. Bündchen) und eigentlich auch recht hübsch aussehend.
(Nebenbemerkung: wenn meine Digicam wieder funktioniert, werd ich mal Bilder einstellen hier)

Ging eigentlich auch ganz gut die Geschichte mit dem Zopfmuster. Hab mir auch schön brav 2 Zopfmuster-Hilfsnadeln dazu gekauft. Muß aber im Nachhinein sagen daß ich diese Hilfsnadeln dann eigentlich nicht soooo praktisch finde wie ich es mir erhofft habe. Ein Zahnstocher oder ähnliches in vergleichbarer Dicke und recht glatter Beschaffenheit find ich ehrlich gesagt praktischer.
Das einzige was mich an den Zopfmustersocken ein wenig genervt hat (rückblickend) war die Tatsache daß ich keine uni-farbene Sockenwolle dazu genommen habe, sondern scheckige Wolle. Das kommt dabei heraus wenn man sich (wirklich schön gefärbte Wolle) kauft und dann einen der Ehrgeiz packt, damit eine Socke aus einem Buch nachstricken zu wollen.
Zu allem Überfluß ging mir auch noch ca. 8 Rd. vor Schluß der 2. Socke auch noch die Wolle aus, weshalb das Pärchen recht lange als Leiche im Keller vor sich hin wartete, von mir endlich vollendet zu werden. Was ich jetzt vor einigen Wochen (und wahrscheinlich einem Jahr, nachdem ich die Wolle aufgebraucht hatte) dann endlich einmal getan hatte.

Alles in allem also ein kuschliges Pärchen Socken, mit cremefarbenem Muster (so creme-beige in etwa) und hübschem Zopfmuster. Winter 05/06, du darfst kommen

--------------------------------------------------

Mein drittes Pärchen Socken sollte ein Weihnachtsgeschenk werden. Für die (inzwischen leider Ex-)Freundin meines Trauzeugen. Mit dicker (6fädiger) Wolle, mit 3,5er-Nadeln gestrickt und quietschebunt. Kuschelige Wintersocken halt.
War auch mal wieder an der Zeit was neues auszuprobieren. Diesesmal mußte die Fersenstrickerei dran glauben. Ich war schon auf diese verkürzten Fersen/Bumerangfersen aufmerksam geworden, und dachte mir, *probier das doch mal aus*. Bin auf ne recht schöne Version dieser Fersen gestoßen - hier bei stricknetz.de, im Beitrag *Fersen, Fersen, Fersen*, bei denen es keine dicken Maschen gibt (nach Versuchen mit Wollresten mit anderen Möglichkeiten, diese verkürzten Fersen zu stricken).
Ist eigentlich ne optisch recht schön aussehende Ferse, die auch recht bequem sitzt.

...und die Socken? Waren ein voller Erfolg. Man hat sich wohl schier darum geprügelt
(oder hatte sich mein Trauzeuge eher mit seiner Freundin um das Schnuffelkissen mit leuchtendem Namensschriftzug, das ihm meine Frau genäht hatte, geprügelt? na ja, eigentlich egal)


edit (31.10.2005): ach ja ich vergaß - hatte bei diesem Pärchen zum ersten Mal die einfache Spitze probiert (also immer am Ende jeder Nadel die zweit- und drittletzte Masche rechts zusammenstricken). War aber ein einmaliger Versuch, find ich optisch dann doch nicht so schön... vom Fußgefühl her ebenso. Na ja aber war ein Versuch wert, find ich.

--------------------------------------------------

Mein 4. Paar Socken waren eigentlich nach dem selben Schema gestrickt wie die dritten, glatt rechts, 2 re/2 li-Bündchen, und wieder mit dieser Ferse mit verkürzten Reihen. Farblich auch sehr ansehnlich. Blau-weiß-schwarz gescheckte Socken.
War fast schon ein bißchen wie Fast-food: mal schnell n Paar Socken runterreißen, ohne großer kreativer Anstrengung. Hatte inzwischen auch für meinen Fuß die perfekte Anzahl an Maschen herausgefunden (Länge Schaft/bzw. Fuß.
Wobei es bei dem Thema *MEIN Fuß* solangsam bei meiner besseren Hälfte anfing zu grummeln. Nicht schlimm genug, daß ich überall meine Strickerei mitschleppte, neinneinnein, ich strickte auch noch ausschließlich Socken für mich (Was kann ich auch dafür daß meine Frau kürzere Füße hat wie ich )
Irgendwann nach diesen blauen Socken begann der Wahnsinn mit den weißen Trachtensocken. Aber das ist schon wieder ein eigener Beitrag wert...
27.4.06 15:39


Aus dem Stricktagebuch-Archiv, Teil 3

Dienstag, 25.Oktober 2005

ja ja höchste zeit mal wieder was hier rein zu schreiben. aber eine etwas stärkere erkältung und wie immer viel arbeit im labor haben ihren tribut gezollt...

heute will ich mal was über meinen ersten versuch einer trachtensocke/bzw. eines trachtenstrumpfs erzählen. wobei ich befürchte daß es ein beitrag über eine dem tode geweihte strickarbeit ist

na ja ich hatte irgendwann einmal im laufe meiner seit februar 2004 begonnenen karriere als strick-irrem *lach* meinen gefallen gefunden an einem buch, dem ich in der hiesigen stadtbibliothek über den weg gelatscht bin: *bäuerliches stricken, band 2 - von lisl fanderl*. wer das buch kennt weiß wovon ich rede - ein absolut suchterzeugendes werk. schöne strickmuster soweit das auge reicht (viele zugmaschenmuster mit verschränkten und linken maschen) und eine recht gewöhnungsbedürftige strickschrift: normalerweise wird das kreuzen von maschen ja mit einem zeichen ähnlich einem *_/-* dargestellt und dann soll man die erste gruppe maschen auf eine hilfsnadel vor oder hinter die arbeit legen, die 2. gruppe abstricken, danach die erste. na ja kennt man ja. in diesem buch jedoch wird das verziehen/kreuzen der maschen mit schrägen strichen zwischen den zeilen dargestellt, was anfangs eine ziemliche umstellung ist, andererseits auch echt sinn macht, weil es den verlauf der verzogenen verschränkten maschen grafisch sehr plastisch sichtbar macht. und dann die beschreibung des verkreuzens *stöhn*: beide maschen auf die rechte nadel, hinter oder vor der links liegenden 2. masche in die rechts liegende 1. masche einstechen, die 2. masche von der rechten nadel gleiten lassen und gleich wieder aufnehmen mit der rechten nadel, beide maschen abstricken. hört sich furchtbar kompliziert an - und ich hab auch n dreiviertel jahr gebraucht, bis ich es verstanden hab und es auch so mache. aber irgendwie fand ich es mit hilfsnadel doch deutlich einfacher. (gut, inzwischen klappt das wie oben beschrieben perfekt - mit metallstricknadeln und dem nun vorhandenen gefühl für das gleiten-lassen von maschen und nadel geht diese methode echt schneller als es mit einer hilfsnadel sein kann).

(sorry wenn ich gerade ein wenig ausschweife )

auf alle fälle hatte ich dann mir in diesem buch einen hübschen trachtenstrumpf rausgesucht (so n teil das man sich bis knapp unters knie ziehen kann) und damit begonnen. mit schnuckligen kleinen 2er bambusstricknadeln. die leider z.t. schon nicht mehr unter den lebenden weilen - da muß ich halt sagen, daß metallstricknadeln sich zwar auch wie bambus-nadeln verbiegen, aber gottseidank nicht abbrechen können.

der strumpf wurde länger und länger, begann ein wadl zu bekommen, das wadl (also die zunahmen auf der höhe der mehr oder weniger muskulösen wade ) wurde wieder kleiner, dann noch ein wenig schaft weiterstricken und dann begann der fuß, und das unheil war nicht mehr aufzuhalten. spätestens nach dem stricken von ferse/zwickel war mir klar *verdammt, dieses teil ist zu eng* - keine möglichkeit, das jemals anziehen zu können. (nicht daß ich kniebundhosen trage aber ich hätte dann doch ganz gerne mal dieses teil angezogen um zu sehen wie es an mir aussieht)

so kam es also dazu daß ich einen zu 90% fertiggestrickten trachtenstrumpf bei mir zuhause habe. und ich schwanke noch ein wenig zwischen *fertigstricken-einrahmen-und-an-die-wand-hängen* und *alles-wieder-aufribbeln-und-mit-2,5er-nadeln-neustricken*. einerseits täte es mir wahnsinnig weh, die ganze arbeit wieder aufzuribbeln, weil ich da schon verdammt viel dran gearbeitet hab (ich glaub n 3/4 jahr lang immer wieder mal unregelmäßig daran gestrickt, während noch andere socken entstanden). aber andererseits: 150g sockenwolle eingerahmt an der wand ist doch reichlich albern. hab ja kein heimatmuseum daheim sondern ne wohnung mit lebenden bewohnern, die socken tragen wollen...

was mir den entschluß zum aufribbeln erleichtern könnte ist die tatsache, daß ich von der selben wolle (regia schurwolle/baumwolle/polyamid-mix in weiß inzwischen eine neue socke zu stricken begonnen habe (hatte mir 300 g davon gekauft). wieder mit ähnlichem, allerdings von mir zusammengestelltem muster. aus schaden wird man ja klug, darum hab ich auch brav davor ne maschen-/musterprobe gemacht und es für gut und weit genug befunden.


und wenn meine scheiß digitalkamera wieder funktioniert werd ich auch mal noch n foto davon machen und es hier reinstellen. aufribbeln hin oder her, aber fotografisch festhalten werde ich den trachtenstrumpf auf jeden fall, versprochen!
27.4.06 15:42


Aus dem Stricktagebuch-Archiv, Teil 4

Freitag 28.Oktober 2005

Heute ist's mal wieder Zeit für einen Eintrag ins Tagebuch.

Muß nur mal ein wenig meinen Frust von der Seele schreiben. Frust über manche Jugendliche, die einen in den Wahnsinn treiben, weil sie kein vernünftiges Deutsch mehr sprechen, sich wie die letzten dummen Proleten benehmen, und einem (wie die Kuh auf der Weide am Kaugummi schmatzend) quer durch das Zugabteil (von Tussi 1 zu Tussi 2) indirekt verkünden müssen, daß man als strickender Kerl doch so ziemlich das dämlichste ist, was sie die letzten 72 Stunden durch ihre drogenverklärten Augen gesehen haben (Zitat: *Ey gugge mol, des isch doch was für fraue...* *gackerprustlach*).
Das sind dann die Momente wo ich mich echt zurückhalten muß um dieser dummen Schlampe hinter mir NICHT zu erzählen, daß sie doch erst auf ihrer Hauptschule noch mal 3 Jahre Deutsch lernen sollte, bevor sie glaubt, hier so dumm über mich herzuproleten können.
Aber man ist ja politisch korrekt, liebt seine Randgruppen und hält sein Maul. Oder vielleicht einfach nur zu feige. Oder sich darüber im klaren, daß man Leute, für die *K11 - Kommissare im Einsatz* auf Sat1 (ich nenn so was Recycling von Casting-Sondermüll) der intellektuelle Höhepunkt des Abends ist, einfach nur ignorieren kann. Diskussion zwecklos fällt einem nur ein bei diesen Flachbirnen...

Na ja aber ich will dann doch noch was zum Thema Stricken los werden.

Aber wo anfangen

Vielleicht mal mit dem Thema Trachtensocken weitermachen? Oder chronologisch weiter erzählen? Ja OK, ich glaube letzteres ist besser...

Wenn ich jetzt die im letzten Beitrag erwähnten Trachtenstrumpf Katastrophe mitzähle, wäre ich jetzt bei Socken-Projekt #6. Blau-weiß-mellierte/Jeans-farbige Socken. (siehe Foto!!!) Auch wieder ganz klassische Sockenwolle (Schurwolle/Polyamid). So langsam hab ich mir nun einen Automatismus entwickelt, was das Sockenstricken für mich angeht. D.h. 25 Runden 2 re/2 li, 75 Runden glatt rechts, dann die Ferse, 85 Runden ab den aus der Ferse aufgenommenen Maschen, Bandspitze, fertig...



Das einzige, an dem ich zuletzt noch etwas experimentierte, war die Ferse. Nach der klassischen geraden Ferse und 2 Versuchen mit der verkürzten/Bumerang-Ferse wollte ich mal die runde Ferse ausprobieren. Was ich auch tat und mich auch total begeisterte. Fand ich die bequemste Version bis jetzt. Und auch am einfachsten zum Stricken. Einfacher gehts ja eigentlich nicht, find ich. (und vor allem was ich sehr ungünstig finde zum Thema Fersen stricken: wieso eigentlich die gerade Ferse mit 3 Nadeln stricken. Ist doch Quatsch - mit 2 Nadeln geht das viel besser, es ist handlicher und man sieht es ja auch sehr gut, wo man jetzt gerade zusammenstricken muß...)
Alles in allem wieder in ein paar Monaten *schäm* EIN Paar Socken gestrickt (ich bin Biologe, d.h. von 9-18/19 Uhr im Labor mit der Dr.Arbeit beschäftigt, da bleibt einem nicht mehr so viel Zeit zum Stricken am Tag). Welche sich übrigens konstant weigern, endlich mal eine gescheite Form anzunehmen (also sprich sich nicht freiwillig so zusammenlegen, daß Hinter- und Vorderkante auch wirklich eine Kante bilden). Werd mir sie wohl mal ganz behutsam unters Bügelbrett legen, vielleicht verstehen die Socken dann was ich von ihnen will (wer hat da gerade gesagt, daß ich pedantisch bin ?!)

PS. natürlich AUFS Bügelbrett und UNTERS Bügeleisen (fiel mir gerade noch auf. Da kann man sich ja als Mann zu Tode blamieren wenn man in diesem stark von Frauen frequentierten Forum sich solch einen Fauxpas leistet )

 

27.4.06 15:45


Aus dem Stricktagebuch-Archiv, Teil 5

Donnerstag, 03.November 2005

heute nur mal ganz kurz...

hab gerade einen Beitrag im Forum eingestellt der sehr gut schildert wie ich so langsam beginne, mit meinen beim Stricken auftretenden Problemen fertig zu werden.

Guckst du hier:

Nachdem ich jetzt schon wiederholt von Leuten gehört habe, daß sie die Beschreibung, wie man verschränkten rechte Maschen verzieht/verkreuzt, in den Büchern "Bäuerliches Stricken" als sehr kompliziert finden, hab ich gedacht, setz' ich mal einen Beitrag dazu hier ins Forum der vielleicht Euch allen ein wenig weiterhelfen könnte. Vorausgesetzt es gibt auch noch ein paar andere Irre , die auf solche alten Trachtenmuster stehen (und selbige stricken), die aus linken und verschränkten rechten Mustern aufgebaut sind. Mir ist nämlich eine wichtige Verbesserung dazu aufgefallen.
(Für die Nichteingeweihten: es geht darum, wie man verschränkte rechte Maschen ohne Hilfsnadel verziehen kann, d.h. was vorher li-verschränkt war wird in der nächsten Reihe zu verschränkt-li)

Vielleicht fang ich einfach mal mit dem oberen Vorgang an:

Zugmasche nach links

Verschränkte und linke Masche auf die rechte Nadel heben. Mit der linken Nadel vor der linken Masche in die verschränkte Masche stechen. Rechte Nadel zurückziehen, verschränkte Masche bleibt dabei auf der linken Nadel. Linke Masche kurz auslassen und von hinten mit der rechten Nadel auffangen. Auf die linke Nadel heben. Linke Masche abstricken. Verschränkte Masche abstricken.


...soweit die Beschreibung aus "Bäuerliches Stricken".

An der ich lange Zeit gescheitert und verzweifelt bin bis ich endlich auf den Trichter kam wie das ganze gemeint ist (was zur Hölle meint die Autorin mit "Masche auslassen" - ich koche saumäßig gerne und kann Speck auslassen, aber Maschen?!) Und noch etwas später hab ich 2 entscheidende Dinge daran verändert die das ganze noch besser machen (jetzt also meine Verbesserungen zu jener obigen Beschreibung, in Rot hervorgehoben):

Zugmasche nach links

Arbeitsfaden vor die Arbeit legen, wie beim Stricken linker Maschen. Verschränkte und linke Masche auf die rechte Nadel heben. Mit der linken Nadel vor der linken Masche von links in die verschränkte Masche stechen. Rechte Nadel aus beiden Maschen zurückziehen, verschränkte Masche bleibt dabei auf der linken Nadel. Linke Masche ist nun auf keiner Nadel und wird von der rechten Nadel unmittelbar nach dem Herausziehen derselben wieder aufgenommen (von links einstechen). NICHT auf die linke Nadel heben , sondern von der rechten Nadel die linke Masche abstricken. Verschränkte Masche abstricken.


Der Witz an der ganzen Sache ist nämlich:

1. Nach dem Verkreuzen der beiden Maschen nicht beide Maschen auf der linken Nadel zu haben, da sich dabei die beiden Maschen beim Abstricken ziemlich ins Gehege kommen, d.h. ziemlich eng nebeneinander liegen. Läßt man die eine Masche auf der rechten Nadel und strickt sie von dort ab (was nach ein wenig Übung/Nachdenken sehr schnell geht) umgeht man nämlich dieses Problem.
2. Darauf zu achten, wo man sich vor Beginn des Verkreuzens den Arbeitsfaden hinlegt. Wenn die erste der beiden abzustrickenden Maschen (so wie oben geschildert) eine linke Masche ist, sollte der Faden vor der Arbeit liegen. In allen anderen Fällen (verschränkte Maschen nach rechts verziehen bzw. verkreuzen zweier verschränkter Maschen nach links oder rechts) sollte der Faden hinter der Arbeit liegen.

Wenn man das ganze sich mal angeeignet hat, geht es wirklich deutlich schneller wie mit einer Hilfsnadel, da das ganze in einer erstaunlich flüssigen Bewegung vonstatten geht. Und plötzlich kann ich Trachtensocken in einer für meine dreißigjährigen Pfötchen erstaunlichen Geschwindigkeit stricken


...so ich bin dann auch wieder weg. Unterwegs zum 62. meiner Mum

27.4.06 15:53


Aus dem Stricktagebuch-Archiv, Teil 6

Donnerstag, 17. November 2005

...isses tatsächlich schon vierzehn Tage her, dass ich hier das letzte Mal was geschrieben habe?? Schande über mich

Nach dem 62. der Mutter haben wir dann einige Tage später auch noch den 65. meines Vaters gefeiert. Nette Sache wenn die Geburtstage so gebündelt sind

Sockentechnisch ist bei mir gerade mal wieder eine (eine?? meine allererste!!!) Trachtensocke fertig gestrickt worden. Bin so richtig stolz darauf. [Und von einem Trauma erlöst, das (wie vor einiger Zeit hier geschildert) wohl dafür sorgt, daß ich einen langen Trachtenstrumpf nie werde anziehen können.] Und erstaunt darüber wie schnell das jetzt eigentlich vor sich ging. Gut, der Schaft dieser Socke war deutlich kürzer wie der Trachtenstrumpf (15 Rd. Bund + 80 Rd. Schaft vs. ca. 200 Rd. bei dem Trachtenstrumpf), aber trotzdem hat die Umstellung bei der Stricktechnik (Verzicht auf Hilfsnadeln beim Verziehen) eine erhebliche Beschleunigung erzeugt.
Und dann hat man diese erste Socke vor sich, dobbst erstmal in die Küche zur Digital-Waage und wiegt sie (um herauszufinden, ob der übriggebliebene Knäul für die 2. Socke reicht - scheint wohl gerade so zu reichen *schweißabwisch*) - und anschließend stellt sich die Frage, womit weiterstricken: Mit der 2. Socke, oder mach ich erst die ersten Socken Nr. 2 und 3 fertig, die in meinem Arbeitszimmer auf Fertigstellung warten (Nr. 2: eine ganz normale glatt-rechts-Socke mit dunklem Garn mit hellen Einsprengseln/Nr. 3: ein kurzes Rollrand-Söckchen für meine Frau)? Das Rollrand-Söckchen wird wohl noch ein wenig warten müssen. Ist ja auch gerade eher zu kalt zum sowas tragen...


Ich erkenne übrigens, daß es mir echt ein Gräuel ist, nur an einem Teil zu stricken. Während ich noch 3 Paare Socken fertigzustellen habe, bin ich schon geistig etwas weiter und mach mir Gedanken darüber, meinen ersten Pullover zu stricken. Raglan von oben! (so erspar ich mir das Zusammennähen, vor dem es mir ein wenig graut, ich gestehe...) Und wahrscheinlich (paßt jahreszeitlich ganz gut) davor einen Schal. So mal schnell 200 g Wolle verstricken und nebenbei Wolle ausprobieren, bei der es mich gerade in den Fingern juckt, sie bei ebay zu ersteigern (selbst gewickelte Wolle). Der Schal hätte dann den Nebeneffekt daß ich mich in diese Wolle erst einmal ein wenig hereinarbeiten könnte, weil ich mit nicht oder nur sehr locker getwisteter Wollzusammenstellungen noch nie gestrickt habe (aber die Farbzusammenstellungen und der Preis sind halt sehr verführerisch, es zu probieren *schäm*)

PS. hab gestern abend mit dem Bündchen der 2. Trachtensocke begonnen. Bin ich süchtig danach. Hab ich die schwarze Socke nicht einmal eines Blickes gewürdigt *ganzvielschäm*
27.4.06 15:54


 [eine Seite weiter]



free counters



Kategorien




Freunde


gut.besser.imboden
Gratis bloggen bei
myblog.de