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Danke, Achim!

 

 

Liebe Frau Stocker, liebe Sabine, lieber Christian, werte Trauerfamilie, liebe fernen und nahe Freunde von Achim Stocker,


eine weiß Gott ungewöhnliche Stunde, ein schwerer Tag für Sie, für uns alle, für Freiburg. Und ein ungewohntes Bild.

Mitten auf dem Platz, auf dem sonst gespielt wird, gefiebert wird, spielerische Höhen und Tiefen erlebt und durchlebt werden: der Sarg von Achim Stocker, ihr Ehemann, ihr Vater, Euer Opa, Steven und Chrisi.

Jäh ist das alltägliche Tun unterbrochen. Seit dem vergangenen Sonntag müssen viele fertig werden mit der Nachricht: Achim Stocker ist tot.

Heute sind wir hier im Stadion zusammen – um Abschied zu nehmen. Viele können es nicht fassen, dass alles zu Ende sein soll: das Gespräch, das schweigende Verstehen, das gemeinsame Tun. Einer, der immer da war, ist nicht mehr. Seine Augen, sein Blick, seine Hand, seine klaren Worte: sie fehlen. Sein Mund schweigt.

Viele sagen: Das kann doch nicht sein. Das darf nicht sein. Wir wehren uns, lehnen uns auf. Fast ungläubig geht unser Blick auf den Sarg: Wir werden stumm: Doch. Es ist so. Es gilt, adieu zu sagen. Ein letztes Mal.

Adieu und Danke! Darum sind wir hier zusammen. Mit vielen Menschen. Den unglaublich vielen, die Achim Stocker wertschätzen – weit über den Tod hinaus!

Wir müssen irgendwo hin mit unserer Trauer. Mit unseren Fragen. Wir müssen den Alltag unterbrechen. Und wir wollen unsere Wertschätzung zeigen. Unsere Dankbarkeit: Sie wird vielen erst jetzt so richtig bewusst. Wir spüren – jetzt erst recht – mit dem Tod – wen wir da verlieren. Wen wir hergeben mussten. Sie, in der Familie zuallererst. Es fehlt der Ehemann. Der Vater. Der Freund. Der immer da war. Sie, seine unmittelbaren Freunde. Sie, der Verein.
Die ganze große Fangemeinde, einflussreiche und einfache Menschen, die ganze große Familie um den Freiburger SC. Seit 37 Jahren mit Achim Stocker. Ihre Mitte fehlt.

Gut, dass wir uns hier eingefunden haben. Gut, dass dies so sein kann heute und jetzt. So schwer das ist für viele. So richtig ist es.

Ja – es gilt, auch hier auf dem Platz, im Stadion, dem ins Auge zu sehen. Dem Tod. Der Fäden abreißt. Uns jäh unterbricht. Der Tod: Der gehört unerbittlich zu unserem Leben. Zu Deinem und zu meinem Leben.

Und die es können, versuchen zu beten: Hilf uns, Gott, der Wahrheit standhalten. Hilf uns trauern. Und mit der Trauer zu leben. Schritt um Schritt weiterzugehen.

Hilf uns, auch wenn es uns schwer ums Herz ist, hilf uns, dankbar werden für alles, für alles, was gewesen ist. Hilf uns erkennen, was bleibt. Mach in uns die Hoffnung wach auf ein Wiedersehen, auf eine Zukunft bei Dir, Gott.

Mit einem Gebet, das Menschen schon Jahrtausende vor uns zum Himmel gerufen haben, wollen wir beten:
Ich komme zu Dir, Gott und ich sage: Du bist meine Zuflucht. Mein Gott, ohnmächtig wie ich bin: Ich vertraue dir. Gott selber sagt: Du kannst dich darauf verlassen: Ich lasse dich nicht fallen. Ich breite meine Flügel über dich. Bei mir bist du geborgen. Du musst keine Angst mehr haben – auch nicht vor dem schrecklichen Tod. Es wird dir nichts Böses geschehen. Denn ich, Dein Gott, ich habe meinen Engeln befohlen, dich zu beschützen – auch im Abgrund des Todes. Sie werden dich auf Händen tragen und dich geleiten in den Tag,
an dem die Sonne nicht mehr untergeht. (nach Psalm 139)

Ein wunderbares Wort, das Halt geben kann und Trost, wenn es uns innerlich friert, uns kalt über den Rücken geht. Das ist unser Glaube – im Angesicht des Todes. Ein Glaube, der Achim Stocker in die Hand seines Schöpfers zurückgibt. Ein Glaube, der weiß: Nein,
was du gewirkt hast, was Du geschaffen hast, Was Du gegeben hast, Was Du bist:
Das fällt nicht ins Leere. Ins taube, unheimliche Vergessen. Das ist gehoben, aufgehoben in Gottes guter Hand. Für immer.

Und darum können wir – viele unter Tränen – auch dankbar sein. Unseren Dank einmal so zeigen. Und sagen: Was Achim Stocker vorgelebt hat, gesät hat, in Jahren und Jahrzehnten,
unermüdlich, das ist ein Erbe. Kostbares Erbe, das verpflichtet. Ihm dankbar sein, heißt:
Habe den Mut, der zu sein, der Du bist. Bleibe dir selber treu. Steh zu dir. Ungeschminkt.
Gerade. Unverbogen. Einfach. Undiplomatisch. Direkt. Und fair! Auch gegenüber dem Gegner. Den Mut, verlieren zu können. Den Mut, siegen zu können mit Respekt vor dem Verlierer.

Habe den Mut, ein Mensch zu sein: Steh zu deinem Wort. Zu dir selber! So, dass man sich auf dich verlassen kann. Und sei dir nicht zu schade für die ganz einfachen Dinge. Die unspektakulären. Mach dir auch mal die Finger schmutzig. Und setz dich zwischen alle Stühle.

Echte Passion, echter Sportsgeist langt auch mal hin. Auch das ist Achim Stocker und sein Erbe, das in Pflicht nimmt. Der früher den Platz gemäht hat. Plakate selber aufhing. Mit der Schuhschachtel die Beiträge einsammelte. Eben hinstand und die Brote schmierte. Spieler, die keine Bleibe hatten, zuhause in der Familie wohnen ließ. Und nicht wenige bei Euch, in Stockers, zuhause waren.

Wie könnte es schöner zum Ausdruck kommen, was Achim Stocker gesät hat als in dem Kondolenzwort eines 15 – Jährigen: "Ich bin zwar nur 15 Jahre alt, und kann nicht so viel sagen, aber dass der Achim Stocker Großartiges geleistet hat, und den besten Verein geformt hat ist schon gigantisch. Kann leider nicht zur Trauerfeier wegen Schule, aber ich bin traurig. Einfach danke."

Wenn das ein 15-Jähriger von Dir am Ende Deines Lebens sagen kann und hinschreibt:
Was mehr?! Jemand anders schreibt: "Ein Präsident muss ja nicht ausschauen wie ein Präsident, oder wie schaut ein Präsident eigentlich aus? Was ich damit meine, Achim Stocker war einfach nur ein Mensch"

Ich habe hier ein T-Shirt in meiner Hand, das alle kennen. Nur zu gut kennen. "Wir sind dann mal oben. Aufstieg 2009" 2009 wird das Jahr des Aufstiegs bleiben. In die erste Liga. Und es wird für immer mit dem Abschied von Achim Stocker verbunden bleiben.

Wer von uns hätte es je geahnt, dass dieses Wort in einen noch ganz anderen Sinn ihm gilt? Als unser Wunsch, unsere Bitte für ihn, der beim Schlusspfiff am vergangenen Sonntag gegangen ist: Unsere Bitte, unser Gebet: Dass er, dem wir so viel verdanken, jetzt "oben" ist.
Für immer. Bei Dir, lebendiger Gott. Dies zu glauben sind wir in dieser Abschiedsstunde eingeladen: "Herr, Gott, lass ihn oben sein bei Dir." Ausruhen, aufatmen, leben. "Wir sind dann mal oben. Aufstieg 2009." Danke und Adieu.

Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Von guten Mächten treu und still umgeben behütet und getröstet wunderbar, - so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr; noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last, Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das Du uns geschaffen hast. Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll´n wir des Vergangenen gedenken, und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen! Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all Deiner Kinder hohen Lobgesang. (Dietrich Bonhoeffer)

(Dompfarrer Claudius Stoffel)

 


Herr Ministerpräsident, meine Damen und Herren, vor allem: verehrte Familie Stocker, liebe Hanne, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Freiburg nehmen heute Abschied von Achim Stocker. Er war seit rund einem halben Jahrhundert in Freiburg zu Hause. Er hat hier, ganz in der Nähe mit seiner Familie gelebt, und Freiburg und der SC waren sein Lebensmittelpunkt und seine Lebensaufgabe. Im Namen der Stadt und der Freiburger Bürgerschaft verneige ich mich vor einer großartigen Persönlichkeit, und ich nehme Abschied von einem Mann, der mir über viele Jahre ein enger und persönlicher Freund geworden war.

Liebe Hanne, liebe Sabine, lieber Christian, an erster Stelle gilt dieses Mitgefühl Euch. Ihr trauert um den Ehemann und den Vater. Für Stevie und Chrissie war er der Opa. Ich habe oft gespürt, wie wichtig Achim der Halt in der Familie war. Sie war ihm ein Ankerpunkt in einem Leben, in dem es nicht viel Ruhe, Muße und Freizeit geben konnte, so wie Achim Stocker das Amt des Präsidenten im Sportclub verstanden und ausgefüllt hat. Deshalb war ihm der Rückzug in die Familie, die gemeinsamen Reisen oder einfach nur der Spaziergang an der Dreisam so wichtig, um wieder Kraft tanken zu können.

Das Mitgefühl gilt auch dem Verein, dem Vorstand, der Mannschaft, dem Trainerstab und den Mitarbeitern, und allen Mitgliedern und Freunden der großen SC-Familie. Der Sportclub trauert nicht nur um den Präsidenten, der 37 unvorstellbar lange Jahre, exakt sein halbes Leben, an der Spitze des Vereins stand. Der Sportclub und alle Freunde des Vereins trauern um eine Integrationsfigur im besten Sinne des Wortes, denn das ist Achim Stocker gewesen. Er verkörperte, ja er war mit Leib und Seele der SC, und der SC war Achim Stocker. Ich bin sicher, dass es sehr in seinem Sinne ist, wenn wir ihn auf seinem letzten Weg von hier, aus "seinem" Stadion begleiten. Mir fällt die Vorstellung schwer, dass es ihn hier in der Geschäftsstelle oder auf dem Trainingsplatz nicht mehr geben wird.

Meine Damen und Herren, wir trauern um einen Mann, ohne den es den Sportclub von heute und die Erfolgsstory in der Bundesliga nicht gegeben hätte. Er hat das Amt des Präsidenten in einer Zeit übernommen, als der Verein sportlich und strukturell ein völlig anderer war als heute. Er hat dieses Amt nicht als ein Repräsentationsamt verstanden, sondern als Arbeit und Verantwortung für den Verein und für die Mitglieder. Und er hat dies getan, weil er ein Fußballverrückter war, der aber zu aller Begeisterung auch noch enorm fach- und sachkundig war. Achim Stocker war in den Anfangszeiten quasi Manager, Sportdirektor und Geschäftsführer in einer Person, und fachlich besser als mancher Trainer.

Diese Jahre waren alles andere als leicht. Ganz im Gegenteil. Ich weiß von ihm, wie viele Häme und Demütigungen er in diesen Jahren erfahren musste. "Ich war damals der Bettelkönig von Südbaden" hat er mal gesagt. Das hat ihm weh getan, auch wenn er es sich nicht anmerken ließ. Aber er hat eben nicht den Bettel hingeworfen, sondern er hat trotzdem sein Ziel weiter verfolgt. Dieses Ziel war gar nicht die 1. Liga – das hätte Achim Stocker vermutlich als Größenwahn abgetan. Sein Ziel war der sportliche Erfolg und die Konsolidierung des Vereins.

Seine Sache war immer die Sache des Vereins, die ihm wichtiger war als die eigene Ehre und Anerkennung. Deshalb ist sich Achim Stocker auch nie zu schade gewesen, Klinken putzen zu gehen oder dort mit anzupacken, wo Hilfe gebraucht wurde, und er hat in diesen schwierigen Jahren mehr als einmal in die eigene Tasche gegriffen oder für den Verein gebürgt.

Dieses Engagement, 37 lange Jahre an der Spitze des Vereins, hat den SC aus der Mittelmäßigkeit heraus gebracht, zuerst in die 2. und dann in die 1. Bundesliga, und zweimal in den UEFA-Cup. Achim Stocker ist in dieser Euphorie über den sportlichen Erfolg ein nüchterner Realist geblieben, viele sagen: ein Pessimist. Er wusste aus langer Erfahrung, dass oben an der Spitze die Luft dünn ist, und dass es im Fußball keine Dauerkarte auf Erfolg geben kann.

Dieser nüchterne Blick und die Erfahrung, seine Vorsicht im Umgang mit Geld und seine sprichwörtliche Sparsamkeit – all dies hat dem Verein gut getan - bis heute. Hier im Stadion wird sichtbar, was in der Ägide von Achim Stocker entstanden ist, auch wenn so ein Stadion nie fertig gebaut ist, und sich der Verein auch auf diesem Feld langfristig in der Konkurrenz behaupten muss. Ich darf in diesem Zusammenhang auch die Freiburger Fußballschule nennen, die ihm immer eine besondere Herzenssache war, und die ebenfalls eine bundesweit beachtete Erfolgsgeschichte ist.

Meine Damen und Herren, zu diesen Verdiensten gehört auch seine Großzügigkeit und Solidarität mit anderen, die Hilfe brauchten. Achim Stocker ist in kleinen Verhältnissen groß geworden, sein Vater war einfacher Polizeibeamter. Er wusste aus eigener Erfahrung, was Verzicht heißt. Achim Stocker hat sich nie vom Glanz der großen Namen verführen lassen, sondern er hat sich die eigene Bescheidenheit bewahrt, und er hat nie vergessen, wo er herkam. Es war mehr nur eine Marotte, dass er am liebsten einen großen Bogen um Repräsentation und Festlichkeiten machte, sondern das war seine feste Grundüberzeugung: Dass es an erster Stelle immer um das Wohl des Vereins gehen muss, nicht aber um den Präsidenten. Das hat ihm seine Glaubwürdigkeit und seine innere Unabhängigkeit bewahrt, und deshalb haben ihn auch so viele Menschen geschätzt, die mit Fußball gar nichts am Hut hatten.

Diese eigene Bescheidenheit war aber auch Großzügigkeit gegenüber anderen. Achim Stocker hat niemandem die Tür gewiesen, der um Hilfe angeklopft hat. Für ganze Generationen von jungen Spielern, denen es damals noch nicht so gut ging, war er so etwas wie ein fürsorglicher Vater. Er hat sich darum gekümmert, dass sie in Freiburg heimisch wurden, er hat sich auch darum gekümmert, dass sie eine anständige Ausbildung für die Zeit nach dem Fußball bekamen, oder dass sie beruflich unterkommen konnten. Das haben sie ihm nicht vergessen.

So war es auch vor einigen Jahren gegenüber dem Freiburger FC. Meine Damen und Herren, es ist vor allem Achim Stocker gewesen, der beim Auszug des FFC aus dem Mösle für eine anständige und faire Lösung eingetreten und dies auch durchgesetzt hat. Das war mehr als nur Großzügigkeit, sondern war der Respekt vor der Tradition und der großen sportlichen Vergangenheit des Nachbarvereins. Sein Motto war "Man begegnet sich immer zweimal im Leben".

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich mit einigen persönlichen Bemerkungen schließen. Im politischen Leben sagt sich das Wort "Freund" leicht dahin. Die Freundschaft mit Achim Stocker war eine andere.

Wir haben uns vor vielen Jahren über den Fußball kennen gelernt. Ich verdanke ihm aber viele gute Ratschläge, auch abseits des Sports. Es waren dies Ratschläge, die ehrlich gemeint waren und aus einer großen Lebenserfahrung kamen. Er hat dies immer in der ihm eigenen und manchmal brutalen Direktheit, ohne Schnörkel und Umwege gesagt. "Ohne wenn und aber", so hat er das genannt. Bei ihm wusste man, woran man war, und wenn er etwas versprach, dann war das wie ein Vertrag.

Eine solche Verlässlichkeit und Gradlinigkeit ist selten geworden in unserer Gesellschaft, wo die Menschen zunächst auf den eigenen Vorteil schauen und sich lieber nicht festlegen. Achim Stocker war nicht so. Sein Wort galt. Das passte zu seiner Persönlichkeit, so hat er auch Verantwortung empfunden.

Meine Frau und ich verdanken ihm schließlich etwas ganz Besonderes. Wir haben uns durch Achim und Hanne Stocker kennen gelernt. Deshalb empfinden wir auch ein besonderes Gefühl von Dankbarkeit, und um so schwerer ist die Vorstellung, dass er nicht mehr unter uns ist. Er hatte in unserem Leben und in unseren Herzen seinen Platz, und dieser Platz ist nun leer.

Meine Damen und Herren, wir verneigen uns in Respekt und Dankbarkeit vor Achim Stocker als einem ganz außergewöhnlichem Menschen, der sich in vielfacher Weise um das sportliche Leben und um die ganze Stadt Freiburg verdient gemacht hat. Wir werden seinen wachen und kritischen Geist vermissen. Uns werden seine Spontaneität, sein Humor und auch sein manchmal rustikaler Charme und sein kauziger Eigensinn fehlen. Wir nehmen Abschied von einem großartigen Mann mit einem großen Herzen, und von einem echten Freund.

Heute begleiten wir Achim auf seinem letzten Weg zum Friedhof Bergäcker, nicht weit entfernt von seinem Haus, wo er mit seiner Familie gelebt hat, und von "seinem" Stadion, wo er für den Sportclub gelebt hat. Er hat es sich so gewünscht. Und ich bin sicher, dass er von dort aus den Jubel bei den Heimspielen hören wird, so wie das viele Jahre bei seinen Spaziergängen war.

(Oberbürgermeister Dieter Salomon)

 

 


 

 

6.11.09 17:30





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