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Prosaisch-musikalischer Krampfanfall (1993)

"Musikalisches" ist ja eine Kategorie, die ein wenig verwaist ist in meinem Blog. Aber da ist mir gerade eine nette Geschichte eingefallen, die sehr gut dokumentiert, dass ich doch schon in frühester Jugend/während meiner drei Jahre dauernden Gymnasialzeit immer dafür gut war, ziemlichen Blödsinn von mir zu geben. Lang und dauerhaft. Aber mit Nivea äh Niveau meinte ich natürlich.

Die Vorgeschichte: Nach 6 Jahren Realschule hatte ich mich auf ein Technisches Gymnasium (TG) begeben, um dort mein Abitur zu machen. Bei der Frage, ob ich in der 12. Klasse Musik oder Kunst wählen sollte, gab es für mich eigentlich keine Alternative. Ich war zwar bei weitem noch nicht so sehr bewandert in Klassik wie heutzutage (Man erweitert seine Horizonte ja dauernd. Na gut man sollte es. Traurig wer es nicht tut), aber Mozart als Einstiegsdroge hatte schon gute Dienste geleistet. War sozusagen schon voll angefixt. Zumindest mit seiner Instrumentalmusik. Zu seinen Opern hatte ich erst später einen Bezug gefunden. Aber ich schweife ein wenig ab... auf alle Fälle hatte ich (zeichnerisch mit mind. 5 linken Händen gesegnet) Musik gewählt und dort eigentlich auch ganz gut meinen Spaß. Unterricht auf hohem Niveau halt, wie so vieles schulisches auf deutlich höherem Niveau als auf der Realschule. Aber auch sehr viel Theorie. - Und wie es so endet meist am Ende des Schuljahres stand eine Klassenarbeit in Musik an. War zwar z.T. sehr trockener Stoff, aber eigentlich einfach genug, um sich die Antworten locker (und in atemberaubender Geschwindigkeit) aus dem Ärmel purzeln zu lassen.

Da saß ich nun. Nach ca. 40 von maximal 90 Minuten alle Fragen beantwortet. Und zum dritten Mal überprüft und für richtig befunden (mein Urteil täuschte mich nicht; hatte also später wirklich die höchstmögliche Punktzahl). Und begann mich zu langweilen. Was tun in so einem Fall? Ganz einfach: aufstehen - aber nicht gehen, sondern sich vorne beim Lehrer vom Papierstapel für die Schüler ein paar Blatt Papier zu holen und sich alles von der Seele zu schreiben, was einem zu diesem Test und dem Musikunterricht durch den Kopf geht.

Aber lest selbst (die hektisch in ca. 20 min. runtergerotzte Geschichte - war fast schon ein ein prosaischer Krampfanfall *gg*):

Der kleine Junge und die Musik


Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Armin mit Namen. Armin war ein braver Junge und tat immer, was ihm aufgetragen wurde. – So begab es sich eines Tages, daß dieser kleine brave Junge sich auf den Weg machte, etwas zu lernen. Er wanderte durch den riesigen Wald; doch es war weder finster noch bitterkalt – statt dessen brannte es um ihn herum lichterloh. Der Junge hatte fürchterliche Angst; er zitterte um sein Leben.

Endlich, endlich nach zehn Jahren hatte er den fürchterlichen Ort hinter sich gelassen. Schwuppdiwupp kam eine schöne Waldfee auf ihn zu. Sie sagte: „Hallo, holder Knabe, ich bin die Waldfee ‚Mittlere Reife‘; du hast drei Wünsche frei!“ Das wunderte den Jungen, und vor lauter Freude über die Fee und sein gewonnenes Leben weinte er sich erst einmal lange, lange Zeit an ihrer Brust aus.

Als er sich nach einigen Stunden wieder erholt hatte, fragte er: „Liebe, gute Fee! Erfüllst Du mir meine Wünsche?“ „Mittlere Reife“ nickte zustimmend. Da sagte er: „Wie heißt dieser fürchterliche Wald, in dem ich mich verlaufen habe?“

Sie antwortete: „Das ist ein gutes Geheimnis. – Aber weil Du‘s bist: Das war der Wald mit Namen ‚Bildungspolitik‘...“ Ängstlich zuckte der Junge zusammen; alle Tiere auf der Wiese und in der Luft blieben vor Schreck fast stehen.

Nachdem er sich erholt hatte, fragte er die „Mittlere Reife“: „Hab ich noch immer zwei Wünsche frei?“ – Da sagte sie ganz traurig: „Leider nein! Du hast ein sehr schlimmes Geheimnis entdeckt. Leider, leider, mein lebensfroher, lieber Junge, kann ich Dir nur noch einen Wunsch erfüllen“. – „Au fein“, jauchzte der Junge, „ich möchte ganz, ganz schlau werden!“

PLOPP!!, die gute Waldfee „Mittlere Reife“ war verschwunden.

Erneut machte sich der Junge auf den Weg. Unterwegs sah er viele Dinge, lustige und possierliche Wesen, von denen er niemals etwas geahnt hatte. Schließlich war es aber doch an der Zeit, das zu finden, was er suchte.

Grau und anonym, wie ein Eisberg im Meer, tauchte plötzlich ein Gebäude vor ihm auf: „TG“ stand auf ihm. „Hallo? Ist da jemand?? Ich bin Armin und wollte ganz schnell ganz schlau werden!“ Eine Stimme erschallte: „Nur hereinspaziert, wackerer Knabe! Bei uns wirst Du alles erfahren, aber wirklich alles, was Dein wissenshungriges Herz begehrt!“

Das erfreute den Jungen, und so machte er sich auf den Weg hinein in das Haus „TG“, um viele wissenswerte Sachen über die Musik zu erfahren. Armin war nämlich ein sehr musikbegeisterter Junge; er liebte Bach, Mozart, Haydn, Beethoven etc. Diese alle waren wie Götter für ihn.

Als er nach langem Suchen in das Zimmer mit der Aufschrift MUSIK an der Tür kam, schien es ihm, als würden alle seine Wünsche in Erfüllung gehen. Er öffnete die Tür, setzte sich in das Zimmer und wartete ehrfurchtsvoll auf das, was ihn erwarten sollte.

„Himmlische Klänge
von unendlicher Länge
von Mozart, Händel & Haydn
ich bin doch zu beneiden“

dichtete er vor lauter Vorfreude vor sich hin.

Da kam ein Mann herein und sagte: „Du willst Wissenswertes über die Musik erfahren? Du willst wissen, wieso Musik so schön ist?“ – „Ja!!“, sagte der Junge mit leuchtenden Augen, „so ist es...“ – „Weißt Du auch schon, was eine Subdominantenparallele ist? Kennst Du schon die Bedeutung von Halbsatz und Kadenz?? – Wie stehst Du zum Problem der Dissonanzen!?“

Armin schwieg. Der Mann sagte: „Du schweigst? Nun denn, so fangen wir gleich einmal an!“ Und er lernte und lernte, der arme kleine Junge. Nur manchmal, wenn er in seinem Bettchen lag, dachte er an die schöne Musik und an die Komponisten.

U n d e r w e i n t e b i t t e r l i c h .

PS. und im nächsten Blog gibt's die Antwort meines Musiklehrers...

5.9.06 17:14
 


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